NKG-Männerchor beim XI. Internationalen Chorwettbewerb in Budapest

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Die Teilnahme an internationalen Chorwettbewerben hat beim NKG-Männerchor mittlerweile fast Tradition: In den vergangenen zehn Jahren hat der Chor unter Dirigent Christof Roos an sechs verschiedenen Wettbewerben im europäischen Ausland teilgenommen und besuchte dabei Tschechien, Spanien, Italien, Finnland und Österreich. Daher wissen die Männer aus Mosbach, mit welchen Chören von internationalem Niveau sie sich auf solchen Wettbewerben messen. Dennoch oder gerade deshalb wurde auch dieses Jahr für den XI. internationalen Chorwettbewerb in Budapest das Ziel „Gold” gesetzt, das der Chor in der A-Kategorie bis jetzt noch nicht erreicht hat.

 

Der diesjährige Chorwettbewerb stand ganz im Zeichen des großen ungarischen Komponisten Zoltán Kodály, daher bestanden die Pflichtstücke der jeweiligen Kategorien ausschließlich aus Kompositionen Kodálys. Der NKG-Männerchor hatte „Huszt” einstudiert, die Vertonung eines in Ungarn sehr bekannten Gedichtes, natürlich mit ungarischem Text, was für einige Ausspracheprobleme sorgte. Doch dank muttersprachlicher Hilfe in der Probenzeit konnten die meisten Sänger auf dem Wettbewerb sogar auswendig singen und wußten um die Bedeutung des Gedichts, das am Beispiel einer Ruine von der vergangenen Größe Ungarns erzählt und in einem patriotischen Aufruf endet. Mit diesem Stück eröffnete der Chor seinen Wettbewerbsbeitrag im architektonisch interessanten „Palast der Künste”, Budapests neuem Kulturzentrum. Für das weitere Programm hatte Chorleiter Christof Roos zwei Stücke ausgewählt, mit denen der Chor schon Wettbewerbserfahrung gesammelt hat: den „Tambour” von Distler und das „Ave Maria” von Rheinberger. Doch auch das Pop-Repertoire, in dem der Chor genauso zuhause ist, wollte man nicht verleugnen und beschloß den Auftritt mit „Breakfast in America” von Supertramp, in einem Satz von Werner Jung-Faber, das zwar bei manchem Juror ein Kopfschütteln auslöste, letztendlich aber eines der am besten bewerteten Stücke sein sollte.

Nach den Strapazen des Wettbewerbs war für die meisten Sänger erst einmal Sightseeing angesagt, andere erholten sich in einem der Bäder Budapests oder auch einfach im Kaffeehaus. Das beste an einem internationalen Chorwettbewerb ist jedoch, dass man als Zuhörer Chöre aus anderen Ländern erleben kann, sei es bei den Wettbewerbsbeiträgen, sei es im Begegnungskonzert. Ein solches hatte tags darauf auch der NKG-Männerchor, zusammen mit Chören aus Schweden, Indonesien und Russland, zu denen nach dem Konzert noch eifrig Kontakte geknüpft wurden.

Bei der Preisverleihung waren noch einmal alle Chöre versammelt, und auch die Männer erwarteten mit Spannung das Ergebnis. Mit einem silbernen Diplom der Stufe IX und einer Gesamtwertung von 19,3 Punkten wurde das begehrte Gold knapp verfehlt; betrachtet man die vergangenen Wettbewerbserfolge des NKG-Männerchors, stellt diese Auszeichnung jedoch eine weitere Steigerung dar, mit der die Männer und auch Chorleiter Roos sehr zufrieden sein können. Das Ziel „Gold” werden sie dennoch nicht aus den Augen lassen und sich auch in Zukunft immer wieder dem kritischen Urteil einer internationalen Jury stellen, denn gerade darin sehen die Sänger einen wichtigen Antrieb, um die Qualität ihres Gesangs zu steigern. In Mosbach wird der Chor das nächste mal auf dem Chorfestival am 06. Juli zu hören sein. Diese und alle weiteren Termine finden sich auf der Homepage des Chores unter http://www.nkg-maennerchor.de.