NKG-Männerchor beim internationalen Chorwettbewerb in Wien

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Die Teilnahme an internationalen Chorwettbewerben hat den Männerchor des Nicolaus-Kistner-Gymnasiums schon oft dazu angespornt, die besten Leistungen aus sich herauszuholen. Daher ist es ein erklärtes Ziel des Chores, an Wettbewerben teilzunehmen. Auf der Suche nach neuen Orten fiel die Wahl der Sänger dieses mal auf Wien, wo jedes Jahr der internationale Chorwettbewerb „Franz Schubert“ stattfindet.

Nach der Zugfahrt (mit Weißwurstfrühstück im Regionalexpress) und Bezug des Hotels stand für die Männer in Wien hauptsächlich Probenarbeit auf dem Programm, um den Pflicht- und Wahlstücken vor dem Wettbewerb den letzten Schliff zu geben. Da das Pflichtstück „Die Zeit“ (Alfred Uhl) Klavierbegleitung erforderte, übernahm Chorleiter Christof Roos für dieses Stück den pianistischen Part und gab seinen Platz am Dirigentenpult ab an Gastsänger Matthias Rickert, Referendar im Fach Musik am NKG und selbst erfolgreicher Chorleiter. So kamen die gut 20 Männer in den Genuß, abwechselnd von zwei verschiedenen Dirigenten geleitet zu werden, eine gute Übung für jeden Sänger, denn ein unbekannter Proben- und Dirigierstil erfordert Anpassungsvermögen und hohe Aufmerksamkeit.

Natürlich verbrachten die Sänger nicht die ganze Zeit mit Proben, sondern genossen in der freien Zeit die Sehenswürdigkeiten Wiens und das reichhaltige kulturelle (und kulinarische) Programm in Wien. Nach drei Tagen mußte der Chor jedoch am ersten Wettbewerbstag im Wiener Konzerthaus drei Pflichtstücke präsentieren. Neben „Die Zeit“ sangen die Männer „Ave Maria“ von Josef Rheinberger und das „Trinklied“ von Franz Schubert, ebenfalls in lateinischer Sprache. Nachmittags fand ein Empfang im Rathauskeller statt, auf den alle Teilnehmer des Wettbewerbes vom Bürgermeister eingeladen waren, und wo jeder Chor eine kleine Kostprobe seines Könnens gab, so auch der NKG-Männerchor mit dem Evergreen „Girls, Girls, Girls“. Am nächsten Wettbewerbstag wurde das Wahlprogramm gesungen, wofür sich die Männer „Praeparate corda vestra“ (Jakobus Gallus), „Nella tua nuova casa“ (Angelo Mazza), „Vyhružka“ (Leoš Janácek) und das „Rollbrett“ (Black Föös, arr. Wise Guys) ausgesucht hatten. Die Jury bewertete die Leistung des Chores mit 87 von 100 Punkten und somit dem 4. Platz in der Kategorie Männerchor. Auch wenn der Platz auf dem „Siegertreppchen“ damit nicht erreicht wurde, erhielt der Chor dennoch eine Anerkennung in Form eines Sonderpreises.

Nach der Verleihung der Urkunde ließen die Männer die, so war man sich einig, sehr gelungene Ausfahrt im Melker Stiftskeller ausklingen, wo bei einigen Krügen Hollersaft bereits die nächsten Pläne geschmiedet wurden: zum ersten Mal will der Chor seinen Sängern in diesem Jahr Einzelstimmbildung anbieten, und die Probenarbeit soll sowohl auf einen neuen Wettbewerb als auch auf ein größeres Konzert im heimischen Mosbach hinarbeiten.